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Bilaterale Beziehungen zwischen China und Österreich

Politische Beziehungen

China und Österreich nahmen am 28. Mai 1971 offiziell diplomatische Beziehungen auf. Im September desselben Jahres akkreditierten beide Länder ihren Botschafter bei der Regierung der Gegenseite. Seit den 1990er Jahren besuchten die chinesischen Staatsmänner wie Qiao Shi (als Vorsitzender des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses in 1994), Li Peng (als Ministerpräsident des Staatsrates in 1994), Li Ruihuan (als Vorsitzender des Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes in 1996), Jiang Zemin (als Staatspräsident in 1999), Tang Jiaxuan (als Außenminister in 2002), Zhu Rongji (als Ministerpräsident in 2002), Jia Qinglin (als Vorsitzender des Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes in 2004), Li Zhaoxing (als Außenminister in 2006), Hua Jianmin (als Staatskommissar in 2007) Österreich, während von der österreichischen Seite Heinz Fischer (als Nationalratspräsident in 1992 und 1997), Dr. Franz Vranitzky (als Bundeskanzler in 1993 und 1996), Dr. Thomas Klestil (als Bundespräsident in 1995 und 2001), Dr. Wolfgang Schüssel (als Vizekanzler und Außenminister in 1998, als Bundeskanzler in 2005), Dr. Andreas Khol (als Nationalratspräsident in 2005) nacheinander China offizielle Besuche abstatteten. Im Jahre 2008 traf sich der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao mit dem österreichischen Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer im Rahmen des ASEM-Gipfels in Beijing. Im März 2009 besuchte der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses Chinas Wu Bangguo Österreich. Im Jänner 2010 empfing Herr Staatspräsident HU Jintao in Beijing den österreichischen Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer, der seinen ersten Saatsbesuch in China abhielt.

Wirtschaft und Handel

Im September 1964 unterzeichneten China und Österreich ein Abkommen über den Austausch von Handelsvertretungen. Im Oktober 1972 unterzeichneten beide Länder ein Handels- und Zahlungsabkommen, das die vorhandenen nichtstaatlichen Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern auf die Stufe der zwischenstaatlichen Handelsbeziehungen hob. Danach entwickelte sich die Zusammenarbeit gegenseitigen Nutzens in Wirtschaft und Handel zwischen China und Österreich zügig voran. Im September 1996 unterzeichneten beide Regierungen ein neues Abkommen über die wirtschaftliche, industrielle, technische und technologische Zusammenarbeit. Die chinesisch-österreichische gemischte Kommission für Wirtschaftliche Zusammenarbeit leistet seit iher Gründung großen Beitrag zur Intensivierung und Vertiefung der bilateralen Handelsbeziehungen. 2008 belief sich das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern auf 4.88 Mrd. USD, ein Anstieg um 22% gegenüber dem Vorjahr. China exportierte nach Österreich hauptsächlich Elekroprodukte, Textilien, Kleidung, Getreide, Speiseöl und andere Nahrungsmittel, Viehzuchtprodukte, kunsthandwerkliche Waren und Buntmetalle und importierte aus Österreich hauptsächlich technische Anlagen, Maschinen, Mineralien und Erzeugnisse der Chemie- und Leichtindustrie. Beide Länder führen im Bau von Wasserkraftwerken, Eisenbahn, Landstraßen und Nutzfahrzeugen sowie in Metallurgie, Maschinenbau und Umweltschutz vielfältige Kooperationen durch. In den letzten Jahren sind die österreichischen Invesititionen in China schnell gestiegen. Bis Ende 2008 gab es 901 Projekte mit österreichischer Investition in China, die insgesamt 980 Mio. USD betrugen. Die österreichische Investition wird vor allem in Maschinenbau, Metallurgie, Baumaterial, Elektronik, Umweltschutz, Instrumentindustrie und Holzverarbeitung eingesetzt. Im Oktober 1991 wurde das Vertretungsbüro von Bank Austria in Beijing eröffnet. Die Raiffeisen Zenralbank eröffnete ihre Beijinger Niederlassung im Dezember 1999 und hat bereits Geschäfte in der chinesischen Währung Renminbi (RMB) wie z.B. Einlagen, Kredite und andere Investitionsprodukte begonnen.

Kultur, Wissenschaft, Technik, Bildung und Tourismus

China und Österreich sind die Länder, die über lange Geschichte und prächtige Kultur verfügen. Die kulturellen Begegnungen zwischen beiden Ländern sind ein Bestandteil des Alltags geworden. Kulturdelegationen besuchen häufig gegenseitig. Chinesische Akrobatentruppen und Kinderensembles und das Tibetische Kunstensemble sind in Österreich sehr populär, während die Wiener Philharmoniker und Wiener Sängerknaben von dem chinesischen Publikum gejubelt werden. Seit 1998 wird jedes Jahr im Wiener „Goldenen Saal" das chinesische „Frühlingskonzert" aufgeführt. Im April 1984 unterzeichneten China und Österreich ein Abkommen über die wissenschaftliche und technische Zusammenarbeit. In den letzten Jahren verstärkten beide Seiten ihre Kooperation in den hochtechnologischen Bereichen wie Informatik, neue Werkstoffe, Nano- und Biotechnologie. Die zuständigen Ministerien und Ämter beider Länder haben bilaterale Austauschsprogramme auf Gebieten Gesundheit und Medizin, Umweltschutz, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Patentschutz und Tourismus abgeschlossen, ihre Kooperation machte gute Fortschritte. 1973 begannen das chinesische Bildungsministerium und das österreichische Wissenschaftsministerium, Studienrende auszutauschen. Die Kooperation zwischen Universitäten und Hochschulen beider Länder hat sich gut entwickelt. Mehr als 50 Universitäten und Hochschulen aus beiden Ländern haben eine Partnerschaft miteinander geschlossen. Im September 2006 wurde das erste Konfuzius Institut in Österreich an der Universität Wien gegründet. Die Provinz- und Städtepartnerschaft zwischen China und Österreich ist sehr dynamisch und ein wichtiger Bestandteil der freundschaftlichen Beziehungen beider Länder. Seit 1983 haben die Stadt Chengdu und die Stadt Linz, die Provinz Guizhou und das Bundesland Steiermark, das Autonome Gebiet Guangxi der Zhuang-Nationalität und das Bundesland Kärnten, die Stadt Xuzhou und die Stadt Leoben, die Provinz Shandong und das Bundesland Oberösterreich, die Provinz Henan und das Bundesland Tirol, die Provinz Hainan und das Bundesland Salzburg, die Provinz Hunan und das Bundesland Burgenland, die Provinz Zhejiang und das Bundesland Niederösterreich, die Stadt Wuhan und die Stadt St. Pölten, die Stadt Nanning und die Stadt Klagenfurt, die Stadt Jinhua und die Stadt Hollabrunn, die Stadt Harbin und der Wiener Neustadt eine Partnerschaft geschlossen. Bis 2007 gibt es insgesamt 16 Provinz- bzw. Städtepartnerschaft zwischen beiden Ländern. Im Juni 1994 haben China und Österreich eine Vereinbarung über die Errichtung eines Generalkonsulats in Salzburg bzw. Shanghai getroffen. Das österreichische Generalkonsulat in Shanghai ist Ende desselben Jahres eröffnet worden. Im April 2007 wurde eine Vereinbarung über die Errichtung des österreichischen Generalkonsulats in Guangzhou unterzeichnet. Österreich ist ein sehr beliebtes Ziel für viele chinesische Reisende. Im Jahre 2008 waren mehr als 200 000 chinesische Touristen in Österreich und umgekehrt 56 300 österreichische Touristen in China.

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