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Ansprache des Botschafters WU Ken beim Empfang anlässlich des 60. Nationalfeiertags der Volksrepublik China
2009/10/03
  (Es gilt das gesprochne Wort.)

Sehr geehrte Gäste,

liebe Freunde,

meine sehr verehrten Damen und Herren,

mit großer Freude sind wir heute zusammengekommen, um den 60. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China gemeinsam zu feiern. Im Namen der chinesischen Botschaft und auch von mir persönlich möchte ich alle Gäste herzlich willkommen heißen. Ich möchte auch diese Gelegenheit wahrnehmen, mich bei allen österreichischen Freunden, die sich seit Jahren für China und für die Entwicklung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen China und Österreich eingesetzt haben, herzlich bedanken. Diese Gelegenheit möchte ich auch dazu benutzen, allen anwesenden Landesleuten und durch sie allen Chinesen in Österreich herzliche Grüße und Glückwünsche zu unserem gemeinsamen Feiertag auszusprechen.

Voller Stolz kann China auf seine Geschichte von 5000 Jahren zurückblicken und hat mit seiner glänzenden Zivilisation großen Beitrag zum Fortschritt der menschlichen Zivilisation geleistet. Aber nach dem Opiumkrieg in 1840 geriet China in eine halbkoloniale und halbfeudale Gesellschaft. Das Land war arm und schwach, das chinesische Volk litt unter den endlosen Turbulenzen und lebte in elender Not. Seit der Gründung der Volksrepublik China am 1. Oktober 1949 ist das chinesische Volk aufgestanden und in der Geschichte der Entwicklung der chinesischen Nation ist ein neues Kapitel aufgeschlagen worden.

Nach der Gründung des Neuen China hat sich das chinesische Volk mit seinen Nationalitäten unter Führung der kommunistischen Partei Chinas mit Leib und Seele und durch vollen Einsatz große Erfolge erzielt. Die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft in den vergangenen 60 Jahren ist eine Epochenbedeutung beizumessen. Zur Zeit liegen das gesamte Wirtschafts- und Handeslvolumen Chinas jeweils auf dem dritten Platz in der Welt und die Devisenreserven auf der ersten Stelle. Das Lebensniveau des chinesischen Volkes hat sich beachtlich erhöht. Von 1952 bis 2009 hat sich die Spareinlage der städtischen Bewohner um 25.000-Fache vermehrt und die durchschnittliche Lebenserwartung von 35 Jahre auf 73 Jahre gestiegen. Die Analphabetenrate ist von über 80 Prozent auf 6.67 Prozent gefallen. Die reibungslose Rückkehr von Hong Kong und Macao ins Vaterland sowie die friedliche Entwicklung der Beziehungen zwischen beiden Seiten der Taiwan-straße haben die großen Fortschritte der friedlichen Wiedervereinigung Chinas gezeugt. Die erfolgreiche Austragung der Olympischen Spiele in Beijing hat gezeigt, dass die chinesische Regierung und das chinesische Volk voller Zuversicht und in der Lage sind, alle Kräfte zu konzentrieren, um ihr großes Vorhaben zu verwirklichen. Die Freundlichkeit des chinesischen Volkes sowie die Fortschritte einer offenen chinesischen Gesellschaft haben große Anerkennung in der ganzen Welt gewonnen.

Wenn wir auf den Verlauf der Entwicklung Chinas in den letzten 60 Jahren zurückblicken, sind wir außerordentlich stolz. Wenn wir vorausblicken auf den großartigen Feldzug, sind wir von Zuversicht und Kraft für unseren Sieg erfüllt. Wir werden darauf hinarbeiten, die Lebensqualität und den Wohlstand der Bevölkerung zu erhöhen, Fairness und Gerechtigkeit der Gesellschaft weiterhin zu fördern, und eine umweltfreundliche, koordinierte und nachhaltige Entwicklung des Landes zu gestalten. Das chinesische Volk wird auf dem Weg des Aufbaus des Sozialismus chinesischer Prägung das wissenschaftliche Entwicklungskonzept konsequent umsetzen und das Ziel, eine Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand aufzubauen, erreichen.

Meine Damen und Herren!

Bereits im Altertum hatten chinesische Philosophen Ideen entwickelt, wie z.B. „Toleranz und gute Nachbarschaft gehören zur wertvollen Weisheit des Regierens", oder „will man sich etablieren und erfolgreich werden, so soll man zuerst anderen dazu helfen". Die alten Weisheiten, die bis heute gelten, sind Ausdruck der Sehnsucht des chinesischen Volkes nach Frieden und harmonischen Nebeneinander mit allen Völkern der Welt. Dies ist auch fest verwulzelt in der langen Geschichte der chinesischen Kultur. „Füge einem anderen nicht zu, was du nicht willst, daß man dir zufüge", so Konfuzius vor 2000 Jahren. Heute gilt dies als die goldene Regel in den internationalen Beziehungen.

China unterhält heute diplomatische Beziehungen mit 171 Ländern. Als die Volksrepublik China vor 60 Jahren gegründet wurde, waren es erst nur 18. Mittlerweile ist China aller wichtigen internationalen Organisationen beigetreten und hat wirtschaftlichen und kulturellen Austausch mit mehr als 220 Ländern und Regionen entfaltet. Bis heute haben über 12.700 chinesische Soldaten und Polizisten an 18 UNO-Friedensmissionen teilgenommen. China ist damit unter den ständigen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrats das Land, das die meisten Friedenstruppen entsand hat.

Parallel zu der Entwicklung Chinas und Veränderung internationaler Lage, haben sich historische Veränderungen bei den Beziehungen zwischen China und der Welt vollzogen. Das Land ist immer enger mit der ganzen Welt verbunden. Die chinesische Außenpolitik verfolgt genau das Ziel, den Weltfrieden zu wahren und die gemeinsame Entwicklung zu fördern. China ist ein zuverlässiges und verantwortungsbewußtes Land. Als Gründungsmitglied der UNO und ständiges Mitglied des Sicherheitsrats sowie das größte Entwicklungsland wird China weiterhin unbeirrt den Weg der friedlichen Entwicklung gehen, nach wie vor seine Außenöffnungsstrategie gegenseitigen Nutzens verfolgen und sich aktiv dafür einsetzen, das Wachstum der Weltwirtschaft und den Fortschritt der Menschheit zu fördern, und mit allen Ländern der Welt den Aufbau einer harmonischen Welt mit dauerhaften Frieden und gemeisamer Prosperität voranzutreiben.

Liebe Freunde!

Die Beziehungen zwischen China und Österreich haben seit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen im Jahr 1971 eine gute Entwicklung erlebt. Der Besuchsaustausch auf hocher Ebene zwischen unseren beiden Ländern ist gut gepflegt und intensiviert worden. Das gegenseitige politische Vertrauen wird vertieft und die Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit werden ständig ausgebaut. Die Kooperationen in Kultur, Bildung, Wissenschaft, Forschung und Berufsausbildung haben sich gut entwickelt und tragen beachtliche Früchte. China ist der größte Handelspartner Österreichs in Asien, während Österreich für China ein wichtiger Partner in Europa ist.

Sowohl China als auch Österreich verfügen über lange Geschichte und prächtige Kultur. Die Freundschaft zwischen unseren beiden Völkern kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Urkunde bestätigt besteht der Handelsverkehr zwischen China und Östereich seit 1715. Im Kampf um die nationale Unabhängigkeit und die Befreiung des Volkes im vergangenen Jahrhundert hat China tatkräftige internationale Unterstützungen erhalten. Bis heute erinnert sich das chinesische Volk immer noch an die österreichischen Freunde wie z.B. Jakob Rosenfeld und Fritz Jensen. Auch meine deuschen Sprachkenntnisse sind Frau Roth, einer Österreicherin zu verdanken. Sie war Anfang der 80er Jahre meine Lehrerin an der Wuhaner Universität und weihte die chinesischen Studenten in österreichische Geschichte, Literatur, Musik und Walzer ein. Seit damals bin ich fasziniert von Österreich und freue mich sehr darüber, dass ich als chinesischer Botschafter in Österreich arbeiten kann.

Seit meinem Amtsantritt habe ich immer erfahren, wie tief die Freundschaft zwischen China und Österreich verwurzelt ist. Vor kurzem habe ich Herrn und Frau Höllwarth kennengelernt. Sie sind Künstler und haben im Jahr 2005 und 2006 China besucht und waren von dem Land und den Menschen sehr beeindruckt. Heute habe ich eine besondere Ehre, dass Frau Höllwarth sechs ihrer China-bezogenen Bilder hier zeigen möchte. Die Künstlerin hat sich vom Ci-Gedicht „Ode an die Winterkirsche" von Mao Zedong, Gründer der Volksrepublik, inspirieren lassen und einen Zyklus über China gemalt. Sie kann Chinesisch nicht, deshalb hat sie alle chinesischen Schriftzeichen Strich für Strich mit „Zhuanshu" gezeichnet. „Zhuanshu", auf Deutsch Siegelschrift genannt, ist eine der alten Stilarten der chinesischen Kalligraphie, die die meisten Chinesen von heute leider nicht mehr beherrschen, und ich auch nicht. Frau Höllwarth hat mir erzählt, die in klirrender Kälte blühende Winterkirsche sollte den Optimismus und die unerschütterlichen Glauben an den Sieg der Chinesen symbolisieren. Mit diesen Bildern möchte sie China und dem chinesischen Volk ihre Glückwünsche und Erwartungen zum Ausdruck bringen. An dieser Stelle möchte ich allen österreichischen Freunden, die sich um die Entwicklung Chinas und die Entwicklung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern gekümmert und sie unterstützt haben, nochmal meine herzliche Dankbarkeit aussprechen.

Zuletzt möchte ich mich bei allen anwesenden Gästen für Ihr Kommen nochmal herzlich bedanken und wünsche Ihnen einen wunderschönen Abend!

 

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