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Rede vom Botschafter LU Yonghua im KZ Mauthausen
2004/05/13
Rede von S.E. Herrn Botschafter Lu Yonghua anläßlich der
Anbringung einer Gedenktafel für die fünf im KZ
Mauthausen ermordeten Chinesen
(11. Mai 2003)
Sehr geehrter Herr Prof. Bandion,
Sehr geehrter Herr Präsident Strutzenberger,
Exzellenzen,
meine Damen und Herren,

Anläßlich der 58-jährigen Wiederkehr der Befreiung der Häftlinge des KZ Mauthausen sind wir hierher zusammengekommen, um unserer Mitbürger, die hier ermordet wurden, zu gedenken. Es waren: Ah TING TANG, geboren am 3. Mai 1908 in Kanton; Jen Knei HSIA, geboren am 26. Oktober 1902 in Shekiang; Ping WANG-NAN, geboren am 10. August 1909 in Thsiakia; Min JEP A, geboren am 9. Mai 1910 in Fu Tschan; Georg Taen, geboren am 3. Jänner 1903 in Berlin.  Dank der hochgeschätzten großen Mühe von Herrn Prof. Bandion und seiner Mitarbeiter wurden die Informationen über diese fünf im KZ Mauthausen ermordeten chinesischen Landsleute auffindig gemacht. Die chinesische Regierung hat entschieden, im Namen der Botschaft der Volksrepublik China in der Republik Österreich eine Gedenktafel an der Klagemauer anzubringen.

Das chinesische Volk hat in den vergangenen 150 Jahren sehr unter ausländischen Erniedrigungen und  Agressionen   gelitten und  unermüdliche Kämpfe dagegen geführt. Der antijapanische Krieg in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts in China bildet einen wichtigen Bestandteil der antifaschistischen Koalition, und hat über 35 Millionen Opfer gefordert. Auch an der Westfront waren etliche Chinesen beteiligt und Ihr Leben gegeben. Wir verurteilen stets aufs schärfste rassistischen Terror des Nazi-Regimes. Ich möchte bei dieser Gelegenheit  erwähnen, daß das chinesische Volk den jüdischen Flüchtlingen kurz vor und während des zweiten Weltkrieges aktiv geholfen hat. Allein in der Zeit vom 1933 bis 1941 hat Shanghai mehr als 30000 jüdische Flüchtlinge aus Deutschland, Österreich und den anderen von Nazi-Regime besetzten Ländern aufgenommen, wie z.B.  Dr. Jacob Rosenfeld und Dr. Fritz Jensen, diese zwei bekannten jüdischen Flüchtlinge aus Österreich haben in China nicht nur eine neue Heimat gefunden, sondern auch mit uns Schulter an Schulter gegen die japanischen Invasoren gekämft.

Ein chinesisches Sprichwort sagt: Die Geschichte ist oft ein guter Lehrer für die Zukunft. Mögen wir Lehren aus der Geschichte ziehen und uns an der Zukunft orientieren, um eine friedliche Welt Hand in Hand gemeinsam zu gestalten! Nie wieder Faschismus und Militarismus! Nie wieder Krieg!

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