| Die 3. Asien-Pazifik-Wochen in Berlin beendet |
|
|
| 2004/05/13 |
|
Die von der Berliner Stadtregierung
organisierten 3. Asien-Pazifik-Wochen sind gestern zu Ende
gegangen. Als Schwerpunktland hat China zwischen dem 17. und
30. September um Chinas Kultur, Wirtschaft und die
Partnerschaft zwischen Beijing und Berlin mit über 30
Veranstaltungen geworben.
Es war die bisher
umfangreichste kulturelle Präsentation Chinas im
Ausland. Nach Angaben des Leiters des Presseamts des
Staatsrats, Zhao Qizheng, seien die Veranstaltungen des
Schwerpunktlandes China im Rahmen der 3.
Asien-Pazifik-Wochen in Berlin von beiden Ländern
hochgeschätzt worden. Staatspräsident Jiang Zemin
und der deutsche Bundespräsident Johannes Rau
hätten dazu Widmungen geschrieben. Und beide
Länder hätten rund 10 Millionen Mark in das Fest
investiert.
Der Vorsitzende des
Nationalen Ethik- und Kulturkomitees Chinas, Ding Guangen,
Bundeskanzler Gerhard Schröder und Berlins regierender
Bürgermeister Klaus Wowereit sowie über 1000
Vertreter aus dem Asien-Pazifik-Raum und Deutschland nahmen
an der Eröffnung teil. Ding Guangen bezeichnete in
seiner Ansprache die Asien-Pazifik-Wochen in Berlin als ein
großes Ereignis im kulturellen Austausch zwischen
Orient und Okzident. Bundeskanzler Schröder
würdigte die Wirtschafts- und Handelszusammenarbeit
zwischen Deutschland und China. Seiner Meinung nach sei das
kooperative Potential der mittelgroßen und kleinen
Unternehmen beider Länder noch weiter auszubauen. Der
bevorstehende WTO-Beitritt Chinas entspreche auch dem Wunsch
Deutschlands.
Einen Schwerpunkt dieser
Asien-Pazifik-Wochen bildete die zweitätige
chinesisch-europäische Wirtschaftskonferenz. Mehr als
500 Politiker und Ökonomen aus China, Deutschland und
Europa erörterten Wirtschafts- und Handelskooperationen
zwischen China und Europa nach dem Beitritt Chinas zur WTO,
Investitionsperspektiven kleiner und mittelgroßer
deutscher Unternehmen in China, Kooperationsprojekte
chinesischer und deutscher Unternehmen in den Bereichen
Umweltschutz, Wirtschaftserschließung Westchinas und
Infrastruktur.
Als Highlight des
Schwerpunktlandes China bei den Asien-Pazifik-Wochen in
Berlin war die Ausstellung buddhistischer Steinskulpturen
aus der chinesischen Stadt Qingzhou. Die Ausstellung begann
am 19. September und wird bis zum 17. November andauern. Im
Jahre 1996 hat man über 400 buddhistischen Steinstatuen
aus den Ruinen des Longxing-Tempels in der Stadt Qingzhou
der ostchinesischen Provinz Shandong ausgegraben, die alle
älter als 1500 Jahre sind. Sie werden zum ersten Mal im
Ausland präsentiert. Staatspräsident Jiang Zemin
und der deutsche Bundespräsident Johannes Rau legen
großen Wert auf die Ausstellung und übernahmen die
Schirmherrschaft. Die Skulpturen haben täglich
zahlreiche deutsche Besucher angezogen. Nach den deutschen
Medien bildet die Ausstellung den kulturellen Höhepunkt
der Asien-Pazifik-Wochen.
Auch die
Ausstellung zeitgenössischer chinesischer Kunst, die
Filmwoche, die Modenschau der Trachten nationaler
chinesischer Minderheiten, der Chor der Inneren Mongolei,
die Opernaufführungen sowie die Veranstaltungen um die
Städtepartnerschaft zwischen Beijing und Berlin im
Garten des Wiedergewonnenen Mondes, den Berlin von Beijing
geschenkt bekommen hatte, zogen Tausende Besucher an. Ihrer
Meinung nach habe die alte und vielfältige Kultur
Chinas zum Fortschritt der Zivilisation der ganzen
Menschheit beigetragen.
Ein
zuständiger Beamter für die Asien-Pazifik-Wochen
aus Berlin meinte, die Deutschen hätten durch die
Asien-Pazifik-Wochen die Tradition und moderne Kultur Chinas
besser kennengelernt. Der bilaterale Austausch in den
Bereichen Kultur und Wirtschaft sei dadurch gefördert
und die Freundschaft beider Völker seien gefestigt und
vertieft worden.
|
|