| Chinas zeitgenössische Kunst anerkannt in Deutschland |
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| 2004/05/13 |
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„Es freut mich, daß die
zeitgenössische Kunst aus dem fernen China bei uns
ausgestellt werden kann, und ich bin fest davon
überzeugt, daß ihre hervorragenden Werke vom
deutschen Publikum anerkannt werden.“
Dies sagte Prof. Dr. Peter-Klaus Schuster,
Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin
Preußischer Kulturbesitz, am 18. September abend auf
der Eröffnungszeremonie der Ausstellung der
chinesischen zeitgenössischen Kunst „Living in
Time“, die in der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof
stattfand.
Trotz des heftigen Regens
kamen Hunderte von Deutschen in die Nationalgalerie im
Hamburger Bahnhof, um die Ausstellungswerke von 29
zeitgenössischen Künstlern aus China zu bewundern.
Seit etwa zwanzig Jahren,
verstärkt seit Beginn der neunzigen Jahre, ist die
Volksrepublik ein Land des grundlegenden Wandels. Über
politische, ökonomische und ideologische
Veränderungen hinaus, haben sich in der chinesischen
Gesellschaft und ihrer Kultur neue Tendenzen herausgebildet.
Durch die aktive Beteiligung Chinas am
Globalisierungsprozeß und durch die grundsätzliche
Öffnung des Landes für die Marktwirtschaft sind in
China ein enormes Wachstum der Städte und eine ebenso
rasante Durchdringung des Lebens mit neuen Technologien
festzustellen. Die spektakuläre Entwicklung der
Archtektur in den Großstädten und der Einzug der
elektronischen Medien sind die treibenden Kräfte in der
zeitgenössischen Kultur Chinas – eine der
ältesten Kulturen verwandelt sich derzeit in eine
Gesellschaft des Aufbruchs und der grundlegenden Erneuerung.
Es sind die zeitgenössischen
Künstler Chinas, die besonders sensibel auf die
Veränderungen in ihrem Land reagieren. Als Individuen
mit verschiedensten Versionen setzen sie sich aktiv mit dem
Wandel auseinander. Stets bewegen sie sich in
künstlerischen Grenzbereichen, setzten sich der
Spannung zwischen der Tradition und Moderne aus und
verbinden städtische Wirklichkeit mit Naturerfahrung,
kollektiven Enthusiasmus mit individueller Freiheit,
Geschichte mit Erinnerung sowie bestehende Sprachen mit
neuen Medien. In diesem Prozeß entstehen Kunstwerke,
die die aufregenden Erfahrungen in China präsentieren.
Vor einem Exponat mit dem Titel
„Beijing“ blieben Stefan Kahlfeldt und sein
10jähriger Sohn Julius lange da stehen und beide
schauten das Kunstwerk gewissenhaft an. „In Berlin,
der kulturellen Metropole, kann man viele klassische
Künste kennenlernen, aber man muß auch ein
bißchen ans Neue gewöhnen. So bringe ich meinen
Sohn mit, damit er von Kindheit an einen Überblick
über die zeitgenössische Kunst aus dem antiken
Kulturland China haben kann“, sagte der Vater.
In einer kleinen Ausstellungshalle im
ersten Stockwerk hat ein junges Ehepaar mit einem kleinen
Baby uns sehr beeindruckt. Der junge Vater schrieb mit
Pinsel auf einem Streifen Stein Tagesbuch, was schien, als
ein Künstler da seine Werke schuf.
„Ich finde diese Ausstellung
einfach super!“ sagte der junge Vater Daniele Maruca,
Praktikant in der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof.
„Man kann nicht nur die Werke mit eigenen Augen sehen,
sondern auch mit eigenen Händen schaffen. Ich habe das
Gefühl, daß ich selber auch ein Künstler
bin.“
Noch zu erwähnen ist,
daß vor dem Haupteingang der Nationalgalerie im
Hamburger Bahnhof ein großartiges Kunstwerk zu sehen
war. Es wurde mit 183 kg Schokoladen und einer Unmenge von
Äpfeln geschaffen und „18. 09.2001“
betitelt. Man sagte, es sei dadurch gekennzeichnet, daß
diese Austellung am 18. September eröffnet wurde und,
nicht zuletzt, seien die Zahlen 9 und 18 glückliche
Ziffern in China, die nicht nur zum Erfolg sondern auch zum
Reichtum führen sollten.
Die
Ausstellung chinesischer zeitgenössischer Kunst mit dem
Titel „Living in Time“ wurde im Rahmen der 3.
Asien-Pazifik-Wochen ab dem 18. September in der
Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof eröffnet, die zwei
Monate lang andauern wird. Man hat das Recht zu glauben,
daß durch diese Ausstellung das deutsche sowie
europäische Publikum die Offenheit und akademische
Eigenschaften der chinesischen Künste ins Auge sehen
und ein Kennenlernen von der Kunst und vom Kulturumfeld
Chinas besitzen kann.
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