| Wandmalerei - eine alte Kunstart China |
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| 2004/05/13 |
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Die Wandmalerei ist eine der
ältesten Kunstarten Chinas. Alles, was an Wände
oder Felsen gemalt, geritzt oder gehauen worden ist,
spiegelt das Leben der Chinesen in alten Zeiten wider. Es
ist nicht zu vermessen zu sagen, daß erst, wer sich mit
dieser Kunst vertraut gemacht hat, die Entwicklung der
chinesischen Volkskunst wirklich begreifen kann.
China ist ein Land mit zahlreichen Bildern und
Skulpturen, die in Felsen gehauen oder auf Steinflächen
gebannt worden sind. Im Autonomen Gebiet der Inneren
Mongolei, in den Autonomen Gebieten Ningxia, Xinjiang,
Guangxi und in den Provinzen Heilongjiang, Yunan, Jiangsu
sind zahlreiche Ergebnisse dieser Kunst zu finden. Darunter
sind die Wandmalereien am Huashan-Berg in Guangxi und die am
Helan-Gebirge in Ningxia besonders bekannt. Nach eingehender
Forschung der Bilder und Skulpturen erlangten Fachleute die
Erkenntnis, daß das Thema der Fortpflanzung der
Menschheit ein wichtiges Motiv in der Wandmalerei war. Die
zahlreichen Darstellungen unbekleideter Männer und
Frauen sowie die deutliche Herausstellung der Sexualorgane
auf den Bildern gelten als Belege dieser Theorie. Daneben
beherrschten Motive der Bereiche wie Jagd und Feldarbeit die
Gestaltung von Wänden und Felsen.
Die
Vorgänge in der Natur waren in jenen Zeiten für
die meisten Menschen unerklärlich und mit dem Nimbus
der Mystik umgeben. Deshalb ist es für uns heute oft so
schwierig, den Sinn einiger Motive zu verstehen und richtig
zu deuten. Erwiesen ist jedoch, daß sich bei der
Schaffung der Wandmalerei im Laufe der Zeit der
künstlerische Geschmack und Stil gewandelt haben.
Auffallend ist, daß die Ton- und Porzellanwaren, die am
Oberlauf des Gelben Flusses in den Provinzen Gansu und
Shaanxi ausgegraben worden sind, mit ähnlichen Motiven
versehen worden sind wie die der Wandmalerei.
Das Thema der Fortpflanzung wurde aber auch
bei der Herstellung anderer Kunsthandwerke wie z.B. beim
Flaschenkürbis übernommen. Dieses Produkt, um das
sich unzählige Legenden ranken, wurde in der
Vergangenheit von den Chinesen als Geschirr benutzt. Die
Sage, die aus der Region des heutigen Guangxi stammt, ist
die am bekanntesten: Bei einer Überschwemmung
überlebten Fuxi und Nüwa dank eines
Flaschenkürbises, während die anderen Menschen
Opfer der Katastrophe geworden waren. Mit Hilfe des
Himmelsgottes heirateten sie, waren fruchtbar und vermehrten
sich. Der Zeugungsfähigkeit dieser beiden Ahnen der
chinesischen Menschheit wird immer wieder gehuldigt, so auch
auf zwei Vasen in Form eines Flaschenkürbises aus der
Provinz Gansu. Auf der einen ist ein Menschengesicht, auf
der anderen ein Drachenkörper abgebildet, dieses
entspricht der Überlieferung, daß die Ahnen der
Menschheit ein Menschengesicht auf einem
Schlangenkörper gehabt hätten.
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