| Erwachsenenbildung |
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| 2004/05/13 |
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Angesichts der schwierigen
Verhältnisse kurz nach der Gründung des Neuen
China ¾ die Analphabeten machten über 80% der
Bevölkerung aus ¾ setzte sich die Regierung
für eine Kampagne zur Lese- und Schreibausbildung ein.
Damit begann in China die
Erwachsenenbildung.
Die Erwachsenenbildung
zielt vor allem auf Personen ab, die entweder im
Arbeitsprozeß stehen oder sich als Arbeitssuchende
umschulen lassen möchten. Sie werden dabei in
notwendigen kulturellen Kenntnissen und technischen
Fertigkeiten geschult. Analphabeten werden im Lesen und
Schreiben ausgebildet, und Leute, die eine reguläre
Schule durchlaufen haben, werden aufgrund ihrer vorhandenen
Kenntnisse und Bedürfnisse fortgebildet. Wer eine
Hochschulausbildung hat, kann seine Kenntnisse auffrischen
und erweitern sowie seine Fertigkeiten verbessern.
Darüber hinaus wird Wissen über das
vielfältige gesellschaftliche und kulturelle Leben
vermittelt.
Zu den Anstalten bzw. Formen der
Erwachsenenbildung zählen Fernseh- und
Rundfunkuniversitäten, Hochschulen für
Berufstätige, Bauern-Hochschulen, Institute für
Verwaltungspersonal, selbständige
Fernuniversitäten, von allgemeinen Hochschulen
veranstaltete Erwachsenenbildung (Fernstudienabteilungen,
Abendhochschulen und Fortbildungskurse für Lehrer),
Satellitenfernsehbildung sowie Prüfungen für
Selbststudierende. Dazu kommen noch Fachschulen für
Erwachsene, fachschulartige Kurse für Berufstätige
in allgemeinen Mittelschulen, Mittelschulen für
Erwachsene, technische Ausbildungsschulen für
Erwachsene, kulturelle und technische Schulen für
Bauern, landwirtschaftliche Fernseh- und Rundfunkschulen
sowie fachschulische Prüfungen für
Selbststudiernde. Außerdem gibt es noch
verschiedenartige fortbildungsorientierte Fern- und
Nahschulen. Sie bieten den Lernbereiten Unterrichtsformen
wie Ganztagsunterricht im Klassenzimmer, Fernanleitung zum
Lernen durch Bereitstellung von Lehrbüchern sowie Ton-
und Videoaufnahmen, vom Dienst ganz oder halb freigestellte
Fortbildung und auch Fortbildung in der Freizeit
an. Die Erwachsenenbildung mit dem Ziel eines
Zertifikats umfaßt ein vierjähriges ordentliches
Studium, dreijähriges berufsorientiertes Studium,
Fachschulbildung und Mittelschulbildung. Erwachsenenbildung
ohne Zeugnis schließt Lese- und Schreibkurse, die
Ausbildung in praktischer Technik für ländliches
Gebiet, Ausbildung an der Arbeitsstelle, Ausbildung für
die Qualifikation in einem bestimmten Fach, Ausbildung
für ein spezialisiertes Berufsgebiet und Fortbildung
nach dem Studium ein.
In den letzten Jahren
sind nicht nur die Gebäude und ihre Einrichtungen sowie
die Lehrmaterialien der Erwachsenenbildung verbessert
worden, auch die Qualität der Lehrkräfte
erhöht sich ständig. Die Bildungsanstalten
für Erwachsene sind zu wichtigen Bildungsstätten
geworden. Neben den vom Staat betriebenen und finanzierten
Lehranstalten gibt es gegenwärtig mehr als 1200
Bildungsanstalten, die von Beiträgen aus der
Gesellschaft finanziert und betrieben werden. 21 davon sind
berechtigt, Zeugnisse über einen Studienabschluß
zu vergeben. Es gibt außerdem rund 30 000 Schulen, die
kurzfristige Ausbildungs-, Fortbildungs- und Nachhilfekurse
veranstalten.
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