| Bildungswesen Chinas |
|
|
| 2004/05/13 |
|
Reform und Entwicklung
Schon
gleich nach der Gründung der Volksrepublik schenkte die
Regierung dem Bildungswesen große Aufmerksamkeit und
betrachtete die Erhöhung des Bildungsstands und der
kulturellen Qualifikation des Volkes als das Fundament
für die Entwicklung des Landes. Vor 1949 waren 80% der
Bevölkerung Analphabeten. Die Regierung reformierte das
Bildungssystem nach umfassender Planung mit dem Erfolg,
daß die Zahl der Schüler und Studenten sprunghaft
zunahm. In 91% der Gebiete des ganzen Landes ist heute die
neunjährige Schulpflicht durchgesetzt. Die
Einschulungsrate der schulpflichtigen Kinder erreicht fast
99% und die Zahl der Schulabbrecher nimmt ab. Der Anteil der
Analphabeten unter den Jugendlichen und Mittelaltrigen sank
auf unter 7%. Seit der Einführung der Reform- und
Öffnungspolitik 1978 hat das Bildungswesen eine
beschleunigte Entwicklung erfahren. Bildung gilt als ein
Schwerpunkt der wirtschaftlich-gesellschaftlichen
Entwicklung Chinas.
Ende 1999 gab es im ganzen
Land 1071 Hochschulen und Universitäten sowie 871
Hochschulen für Erwachsene, an denen jeweils 4,134 bzw.
3,055 Millionen Studenten studierten und die im Jahr 1999
1,597 bzw. 1,158 Millionen Studienbewerber aufgenommen
haben. Darüber hinaus gab es 736 Institutionen und
Lehranstalten mit 234 000 Studenten, die ihre Magister- oder
Diplomarbeit machten. In demselben Jahr wurden 92 000
Studienbewerber aufgenommen.
Was die unteren
Bildungsformen betrifft, so gibt es 14 127 allgemeine
Mittelschulen der oberen Stufe mit 10,497 Millionen
Schülern und 17 106 berufliche Mittelschulen
verschiedener Art mit 11,26 Millionen Schülern
(einschließlich 1,73 Millionen Schüler in
technischen Schulen), die 55% der Mittelschüler der
oberen Stufe ausmachen. In den Mittelschulen der unteren
Stufe lernen insgesamt 58,12 Millionen Schüler, und die
Quote der in die Mittelschule aufrückenden
Grundschüler lag zuletzt bei 87,3%. In den Grundschulen
lernen derzeit 135,48 Millionen Schüler, und die
Einschulungsquote der schulpflichtigen Kinder lag zuletzt
bei 99,1%. Die Zahl der Abbrecher der Grundschule und der
Mittelschule unterer Stufe belief sich auf 0,9% bzw. 3,28%.
In den Fachschulen für Erwachsene lernten 3,021
Millionen Personen und in den technischen
Ausbildungsanstalten für Erwachsene wurden 101,57
Millionen Leute ausgebildet. Die Zahl der Analphabeten
verringerte sich 1999 um weitere 2,99 Millionen. Chinas
Bildungswesen hat international anerkannte Fortschritte und
Erfolge erzielt.
Jetzt, kurz vor der
Jahrhundertwende, ist eine wichtige Periode für die
wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung Chinas.
Dabei der Bildung Priorität einzuräumen, bildet
die Grundlage für die Verwirklichung der Strategie, das
Land durch die Entwicklung von Wissenschaft und
Bildungswesen zum Aufschwung zu bringen. So wird die Bildung
eine immer wichtigere Rolle spielen. Entwicklung der
Schulen und Hochschulen
Hochschulen
Mittelschulen Grundschulen
Jahr Zahl der
Hochschulen Zahl der Studenten (in Mill.) Zahl der Lehrer
(in Mill.) Zahl der Mittelschulen Zahl der Schüler (in
Mill.) Zahl der Lehrer (in Mill.) Zahl der Grundschulen Zahl
der Schüler (in Mill.) Zahl der Lehrer (in
Mill.)
1949 205 0,117 0,016 5216 1,268 0,083
346 769 24,391 0,836
1978 598 0,856 0,206 165
105 66,372 3,281 949 323 146,24 5,226
1985 1016
1,703 0,344 104 848 50,926 2,967 832 309 133,702
5,377
1990 1075 2,063 0,395 100 777 51,054
3,492 766 072 122,414 5,582
1999 1071 4,134
0,426 95 255 80,027 4,596 582 291 135,48
5,861
|
|
|